Gefährliches Sodbrennen

Asthma durch Sodbrennen oder Sodbrennen durch Asthma?

 Interessanterweise leiden Asthmatiker vier bis fünf Mal häufiger an Sodbrennen als Nicht-Asthmatiker. Dabei ist noch nicht abschließend geklärt, ob das Sodbrennen durch das Asthma ausgelöst wird oder ob umgekehrt häufiges Sodbrennen zu Asthma führt. Denn Atemwegserkrankungen und die Speiseröhren- sowie die Ösophagussphinkterfunktion (Schließmuskel der Speiseröhre zum Magen) stehen in einem Wechselverhältnis zueinander. pta-aktuell

Sodbrennen (Reflux) hat verschiedene Ursachen 

  • die Menge und der Ausstoß an Magensäure ist so groß, dass die Peristaltik (Eigenbewegung) der Speiseröhre ihn nicht mehr bewältigen kann
  • die Peristaltik der Speiseröhre ist bereits gestört und kann weder normalen noch vermehrten Ausstoß an Magensäure zurückführen
  • der  Schließmuskel (Ösophagussphinkter), der die Speiseröhre vom Magen trennt, funktioniert unvollständig

 Zu den Medikamenten die Sodbrennen fördern gehören auch

  • Asthmasprays (z.B. mit Salbutamol) deren (Atemwegs) entspannende Wirkung auch auf den Ösophagussphinkter wirkt
  • Schmerzmittel mit Koffein
  • Betablocker (gegen Bluthochdruck und Herzerkrankungen)
  • und andere mehr

Reflux (hier Rückfluss der Magensäure) tritt in der heutigen Gesellschaft sehr häufig auf. Reflux kann zu einer Kehlkopfentzündung,  chronischem Husten und Asthma. Auch führt die Säurereizung der Speiseröhre zu einer beschleunigten Atmung und verschlechtert auch dadurch die Beschwerden von Atemwegserkrankungen wie Asthma.

Der Zusammenhang zwischen Reflux und entzündlicher Reaktion der Atemwege  ist noch nicht restlos geklärt. Das Einatmen kleiner Mengen von Magensäure – vor allem im Schlaf – wird als eine Möglichkeit genannt. Vermutet wird auch, dass das Sodbrennen den Vagusnerv reizt, der an der Regulation fast aller inneren Organe beteiligt ist.

Medikamente wie säurebindende Mittel (Antazida), freiverkäuflich oder verschreibungspflichtig können Abhilfe schaffen. Meistens haben diese mittel aber auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Naturheilkundliche Mittel wie Schüssler Salze, Homöopathie, Tees, oder ein intensives Training der Atemmuskulatur (Atemgymnastik) kann den Reflux positiv beeinflussen.

Eine Umstellung des Lebensstils ist äußerst hilfreich. Dazu zählen Ernährung und Gewichtsreduktion, Bewegung und der Abbau von Stress. Stress verstärkt, bei einem Reflux, die Produktion von Magensäure.

Kaugummikauen kann gegen Sodbrennen helfen. Kaugummi stimuliert die Speichelproduktion, wodurch aufsteigende Magensäure neutralisiert werden kann, erläutert die Zeitschrift „Naturarzt“ (Ausgabe 3/2011). Sodbrennen beruhe unter anderem auf einem Zuviel an Magensäure und äußere sich in saurem Aufstoßen, Druckgefühl oder Brennen hinter dem Brustbein (heartburn-herzbrennen auf Englisch).

Die Buteyko-Methode kann helfen die Symptome des Asthmas und Asthmamedikamente zu reduzieren. Das wirkt sich  positiv auf die Magensymptomatik und dadurch wiederum aufs Asthma. Der Kreislauf kann durchbrochen werden, denn bei erschwerter Atmung ist der normale Druck auf die Speiseröhre nicht gegeben und der Muskeltonus des Magenschließmuskels gestört. Dadurch kann es bei Asthma zu verstärkter Refluxtätigkeit kommen.

 

Achtung! Kaffee, Alkohol und Asthmamedikamente entspannen den Magenpförtner und führen dadurch zum Aufsteigen von Magensäure. Kaffee und Alkohol kann man meiden.
Kurz vor dem zu Bett gehen nicht essen und mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen kann hilfreich sein. Für manche macht es auch einen Unterschied, auf welcher Seite sie liegen. Denn der Mageneingang befindet sich rechts, so dass der Magensaft unter Umständen leichter in die Speiseröhre rinnen kann, wenn man auf der rechten Seite liegt.

Artikel dazu unter: http://www.pta-aktuell.de/themen/news/8681-Immer-oefter-gefaehrlich/

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